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Waschbärbabys gefunden – was tun? Teil I

Waschbärbabys gefunden – was tun? Teil I (unter 6 Wochen alt)

Waschbären sind tolle Mütter! Bitte lasst sie ihre Babys selber aufziehen!
Nimm ihnen nicht ihre Babys weg, nur um sie selber aufziehen zu wollen, wenn kein akuter Notfall besteht!

Jedes Jahr im Frühjahr werden viele Waschbärkinder gefunden. Nicht immer ist die Mutter verstorben, manchmal ist sie auch nur auf Nahrungssuche und wird im Laufe der Nacht oder am frühen Morgen wiederkommen. Belass die Babys – wenn keine offensichtliche Not zu erkennen ist (Unterkühlung, Parasiten am Tier, ausgetrocknet (zieh eine Hautfalte hoch, geht sie nur sehr langsam in ihre Ursprungsform zurück, ist ein Flüssigkeitsmangel vorhanden)- an ihrem Ort. Sind sie noch sehr klein, dann leg sie in einen Karton, eine Decke drüber und stellt diesen an einen Baum nahe des Fundortes. Eine PET Flasche mit warmem Wasser gefüllt und diese wieder in ein Handtuch eingerollt biete auch Wärme, wenn man keine Wärmflasche zur Hand hat. Sind die Babys wider Erwarten nicht von der Mutter geholt worden, sind sie hilfebedürftig!

Babys, die auf dem Dachboden, Gartenhaus oder ähnlich gefunden werden und wo die Augen noch geschlossen sind – bitte umgehend anrufen! Diese NICHT draußen stundenlang ohne Wärme und Schutz in einen Karton legen und warten, dass die Mutter sie abholt, da sie sonst an Unterkühlung sterben oder von Krähen, Elstern oder Ratten gefressen werden!

Brauchst Du Hilfe, wende Dich hierzu an eine Wildtierauffangstation um das weitere Vorgehen abzuklären!

Wenn Du ein Wildtier aufnehmen musst, sei bitte behutsam und vorsichtig, trag Handschuhe (auch kleine Bärchen können mitunter recht gut beißen) und wasch Deine Hände.
Zieht man Wraccoon (11)aschbärbabys von Anfang an nicht professionell auf, werden sie später in der freien Natur nicht mehr zurechtkommen.
Beachte auch: Es gibt Krankheiten, die unter Umständen auf andere Haustiere übertragen werden können, wie Staupe, Parvovirose oder Tollwut. Wobei Tollwut in Deutschland als ausgestorben gilt. Parasiten wie Flöhe und Zecken sind lästig, aber der Waschbärspulwurm kann bedrohlich für Mensch und Tier sein.

Die kleinen Waschbärbabys sind extrem süß, aber….. bei erwachsenen Tieren kommen – besonders während der Paarungszeit – ihre wilden, natürlichen Instinkte zum Vorschein und es kann für den Menschen zu sehr gefährlichen Situationen kommen! Sie sind keine Haustiere!

Waschbären sind und sollen auch Wildtiere bleiben!

Wenn man ein Tier einfach mitnimmt, macht man sich der Wilderei schuldig! Der Jagdausübungsberechtigte (meist der Jagdpächter, es kann auch ein Eigenjagdbesitzer sein) hat die alleinige Befugnis sich Wildtiere, die dem Jagdrecht unterliegenden, anzueignen.
Dies betrifft auch Tiere, die in Feld oder Wald gefunden werden, ob lebend, krank oder tot.
Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es dem Jäger erlaubt, verletzte oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen oder auch zu töten. Dies trifft auch für noch nicht selbständige Jungtiere zu. Diese Aufgabe -bis auf das Töten- kann der Jagdpächter auch anderen Personen übertragen.

Wohngebäude, Hofanlagen und eingezäunte Hausgärten gehören zu den sogenannten „befriedeten Bezirken“, in denen die Jagd ruht. Hier besitzt (mit Ausnahmen) der Grundeigentümer das Aneignungsrecht an Wild, also z.B. auch an verwaisten Waschbärbabys. Siehe auch Rechtliche Lage

Waschbärbaby gefunden Teil II über 6 Wochen alt

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2 comments

  1. In und um Bernau bei Berlin gibt es für die Hobbyjäger eine Abschussprämie von 18,- Euro für jeden Waschbären weil sie angeblich die Vögel fressen ? Was meinen Sie dazu ?

    Mit freundlichen grüßen

    C. SCHOLZ

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