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Waschbärdame Finchen

Notfall Finchen

Gestern Abend bekamen wir einen Notfall – Anruf. Eine schwangere Frau sitzt seit über einer halben Stunde bei einem verletztem Waschbären am Straßenrand in Delligsen. Sie sah beim Vorbeifahren das erste Mal einen Waschbären, drehte um, um sich den noch die Chance zu bekommen mehr zu sehen. Als sie anhielt, stellte sie fest, dass aber etwas mit dem Bärchen nicht stimmte….

Die kleine Bärin hatte total vereiterte, zugeklebte Augen. Sie konnte nichts mehr sehen, hatte dadurch Schwierigkeiten zu laufen, fiel immer um und schrie nach Futter.
Sie rief alle Tierärzte in näherer Umgebung an, aber sie haben es abgelehnt, sich der kleinen Bärin überhaupt anzunehmen.

Es war spät, auch wir hatte Probleme Jemanden zu finden, der bereit war, sich um diese Uhrzeit, und dann auch noch um ein krankes Bärchen, anzunehmen.

Glücklicherweise gelang es uns dann doch eine tierliebe Person zu finden, die selbstverständlich losfuhr (1,15 Std. Fahrt) und holte das Bärchen ab. Insgesamt saß die schwangere Frau fast geschlagene 2,5 Stunden beim Tier, weil sie es nicht aufgeben wollte – obwohl alle Tierärzte / Tierheim ihr sagten, sie solle den Jäger rufen zum Töten.

Heute morgen wurden die Augen gereinigt und geöffnet, eine sehr starke Bindehautentzündung liegt vor. Es spricht aber alles dafür, dass das kleine Finchen kein Staupe hat. Sie mag es auch sehr gekuschelt zu werden, scheint weggelaufen oder ausgesetzt worden zu sein.

Finchen hat sich erst einmal mächtig den Bauch vollgeschlagen und hatte ein riesen Durst! Nun wird alles getan, damit sie schnell gesund wird. Jeden Tag Spritzen und Augenbehandlung.

Ein RIESEN DANKESCHÖN an Uta, der Finderin, die unermüdlich mit ihren beiden Hunden und Baby im Bauch sich die Stunden um die Ohren geschlagen hat um so lange bei Finchen zu bleiben, bis man ihr helfen konnte.

Danke an Finya, die selbstverständlich Finchen geholfen hat! Egal, um was es sich gehandelt hätte, Selbst bei Staupe wäre ein Tod durch Einschläfern weit aus besser gewesen als qualvoll zu verhungern.

Wir würden sehr gerne Finya unterstützen!
Finchens Behandlung kostet natürlich ein wenig. Wenn ihr für Finchen spenden würdet, wären wir sehr glücklich!
Bitte schreibt als Verwendungszweck „Finchen“.

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5 comments

  1. Anja Freudenberg

    Wie schön, dass es solche Menschen gibt !
    Danke, im Namen des Bärchen…..

  2. Ich finde es immer wieder super das es noch Leute mit Herz gibt !
    Einfach top! Ich wollte mal fragen wie es der Kleinen Waschbärdame denn geht? Hoffentlich ist sie über den Berg und kann sich erholen!
    Liebe Grüße

  3. Ich freue mich so, dass es immer wieder Menschen gibt, die handeln und helfen!
    Das Nicht-Wegsehen, Nicht-Aufgeben, obwohl die Tierärzte aus der Umgebung traurigerweise die Hilfe verweigerten und der spontane Einsatz, das Bärchen abzuholen, bei sich aufzunehmen und medizinisch zu versorgen, haben wahrscheinlich Leben gerettet!
    Meine aufrichtige Anerkennung.

    • Ich freue mich ebenfalls über solche Aktionen. Schön zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die einfach Mitleid haben und zupacken. Die Welt braucht mehr davon. Auch ich würdige dies mit aufrichtiger Anerkennung.

    • Hartmut Gottschling

      ….. ich freue mich sehr, daß es so viele mitfühlende Tierfreunde gibt, allerdings frage ich mich, wie groß ist deren Mitgefühl für Obdachlose????

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