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Darf ich einen Waschbär mit der Falle fangen?

Nicht jeder darf eine Lebendfalle aufstellen!

Vorweg sei Folgendes dazu zu sagen: Bevor man sich zu einer Fangjagd entschließt und den Jäger holt, kann man sich zu fast 100% gewiss sein, dass der Waschbär anschließend erschossen wird! Damit ist Dein Problem nicht gelöst und Töten sollte nie eine Option sein und vermieden werden. Der nächste Waschbär wird nachkommen. Zumal es wissenschaftlich bewiesen ist, dass das Töten und Bejagen von Wildtieren die Population ansteigen lässt.
Es gibt humanere Methoden lies hierzu : Wie verhindere ich den Einzug von Waschbären.

Das unberechtigte Aufstellen von Lebendfallen kann hohe Strafen nach sich ziehen: Geldbußen von bis zu 50.000 Euro oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren können die Folgen sein! Egal, ob es auf dem eigenem Grundstück stattfinden soll oder nicht!

Zum Aufstellen ist nur berechtigt, wer einen Jagdschein oder einen Fallenlehrgang nachweisen kann. Auch wenn große Lebendfallen sowohl im Internet als auch im Handel verkauft werden, ohne dass diese Nachweise vorgelegt werden müssen, heißt es nicht, dass es damit erlaubt ist!

Außerhalb von Jagdflächen, insbesondere in so genannten „befriedeten Bezirken“ wie zum Beispiel Wohnsiedlungen, Grünanlagen, Friedhöfen oder Gärten ruht die Jagd. Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieter/ Pächter von derartigen Grundstücken dürfen jedoch die meisten heimischen Raubwildarten und Wildkaninchen fangen, töten und für sich behalten.

Bedingung:
1. Jagd- und Schonzeiten sind zu beachten!
2. Es dürfen nur Fallen verwendet werden, die das Tier entweder sofort töten oder aber unverletzt fangen!
3. Es ist ein Nachweis über eine Unterweisung in der Fallenjagd zu erbringen.
In Ausnahmefällen kann die Jagdbehörde (beim Landkreis) auf Antrag des Grundstückseigentümers allerdings eine beschränkte Jagdausübung durch ausgewählte Jäger genehmigen. Voraussetzung ist neben einem gültigen Jahresjagdschein aber in jedem Fall, dass eine gefahrlose Schussabgabe möglich ist und die Lärmbelästigung hierdurch vertretbar ist und alle anderen Maßnahmen (Schutzvorrichtungen usw.) nicht oder nicht im vertretbaren Rahmen die gewünschte Wirkung zeigen.

Ein Anspruch auf Ersatz von durch Wildtiere angerichteten Schäden besteht außerhalb von Jagdbezirken nicht. Für die Sicherung von Grundstücken oder Gebäuden muss der Eigentümer selbst Sorge tragen.

Ansprechpartner für Probleme mit Wildtieren in befriedeten Bezirken ist das jeweilige Ordnungsamt.
Ist jedoch dringendes Handeln erforderlich, weil das Auftreten der Tiere eine Gefahr darstellt, sollte umgehend die Polizei benachrichtigt werden. Diese muss vor Ort über gegebenenfalls einzuleitende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr entscheiden und kann zu ihrer Unterstützung sachkundige Personen im Wege der Amtshilfe hinzuziehen (z.B. Förster, Jäger oder Tierärzte).

Bedingung für die Fallenjagd zu jedem Bundesland findest Du hier: Recht Fallenjagd

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